Deutscher Verein vom Heiligen Land – Gebet, Hilfe und Solidarität

3. April 2019 Newsdesk/mac

Die Kollekte in den Gottesdiensten am Palmsonntag, 14. April, und allen Vorabendmessen kommt den Christen im Heiligen Land zugute. „Sie sollen nicht weniger werden…Gemeinsam den Christen im Heiligen Land eine Zukunft geben“ lautet das Leitwort zur Palmsonntagskollekte 2019.

Verfolgte Christen in den Blick nehmen

Die alljährliche Aktion zum Palmsonntag nimmt die Christen in den Blick, die aus dem Heiligen Land auswandern: Die Zahl der Christen in Jerusalem ist in den vergangenen Jahrzehnten von 31.000 auf 12.000 gesunken. Ebenso ist der christliche Bevölkerungsanteil in Bethlehem von 80% auf 20% gefallen.

Im Aufruf der deutschen Bischöfe heißt es: „Um den Christen im Heiligen Land ein Leben in Würde zu ermöglichen, sind wir zu tätiger Solidarität aufgerufen. Unsere Anteilnahme und Hilfe macht ihnen Mut, in der Ursprungsregion unseres Glaubens trotz schwieriger Lebensbedingung vom Evangelium Zeugnis zu geben."

Deutscher Verein vom Heiligen Land

Der Deutsche Verein vom Heiligen Land (DVHL) versteht sich als Hilfswerk für die Christen im Nahen Osten. Diese Aufgabe erfüllt der Verein stets vor dem Hintergrund des interreligiösen Dialogs und friedenspolitischen Engagements. Seit mehr als 150 Jahren unterstützt er Initiativen und Projekte mit sozialen, pädagogischen und pastoralen Schwerpunkten. Über 20 Einrichtungen, Initiativen und Projekte werden kontinuierlich gefördert.

Aufruf der deutschen Bischöfe zur Palmsonntagskollekte

„Sie sollen nicht weniger werden … Gemeinsam den Christen im Heiligen Land eine Zukunft geben“
Die deutschen Bischöfe rufen auch in diesem Jahr zur Palmsonntagskollekte (14. April 2019) für die Christen in der Ursprungsregion des christlichen Glaubens auf. Die Kollekte steht unter dem Leitwort „Sie sollen nicht weniger werden … Gemeinsam den Christen im Heiligen Land eine Zukunft geben“ und kommt der Arbeit des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und des Kommissariats des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz zugute. Mit der Kollekte werden pastorale Projekte, sozial-caritative Vorhaben und Bildungsprogramme der Kirchen unterstützt.

Seit Jahren verlassen Christen in einem anhaltenden Exodus das Heilige Land, das seit Jesu Zeiten ihre Heimat ist. Die schwierige Lebenssituation ist für viele von ihnen so unerträglich geworden, dass sie keinen anderen Ausweg sehen. Die Zahl der Christen in Jerusalem ist in den vergangenen Jahrzehnten auf 12.000 zurückgegangen. In Betlehem sank ihr Anteil von ehemals 80 auf 20 Prozent. 

Mit der alljährlichen Palmsonntagskollekte setzen sich die Bischöfe für eine Verbesserung der Lage der Christen im Heiligen Land ein. Pastorale, sozial-caritative Projekte machen den Christen im Heiligen Land auch unter schwierigen Bedingungen Mut und eröffnen neue Perspektiven für eine Zukunft in ihrer angestammten Heimat. Angesichts der Herausforderungen das Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit bei den Christen aufrechtzuerhalten, ist von besonderer Bedeutung.

Die Bischöfe weisen in ihrem Aufruf darauf hin, dass Anteilnahme und Hilfe die Christen im Heiligen Land darin stärkt, „in der Ursprungsregion unseres Glaubens trotz schwieriger Lebensbedingungen vom Evangelium Zeugnis zu geben. Ohne sie, die ‚lebendigen Steine‘ der christlichen Gemeinden, würde das Christentum im Heiligen Land nur noch musealen Charakter haben“ . 

Mit der Feier des Palmsonntags wird die Karwoche eröffnet. In den Gottesdiensten wird die Passion Jesu gelesen, die mit seinem feierlichen Einzug in Jerusalem beginnt.

Würzburg, den 20.11.2018

Für das Erzbistum
Rainer Maria Kardinal Woelki
Erzbischof von Köln